Vereinschronik des

 

Schützenvereins Waldau 1903 e.V.

 

 

 

   Datum

 

            Letzte   Bearbeitung   18.02.2009 

 

 

 

 

 

 

 

Die Eckdaten seit der Gründung in 1903 bis zur  Wiedergründung 1951

wurden im März 2002 aus der Erinnerung der ehemaligen Mitglieder

Julius Koch (geb. 21.08.1916, Mitglied im Verein von ca. 1922 - 1974)

und Georg Hesse (geb. am 26.10.1926, Mitglied im Verein von 1938 -

26.10.2002) in einem Gespräch mit Hans Nitsche so wiedergegeben.

Die weiteren Daten wurden aus Unterlagen des Vereins, des Ortsgerichts

sowie aus Gesprächen mit langjährigen Mitgliedern  ermittelt.                                                                                                               

 

 

 

 

 

 01.01.1903

 

Der damalige sogenannte "Rauch und Skatclub" gründete den

Schützenverein Waldau Gründungsmitglieder (soweit recherchierbar)

Dauber, Wilhelm

Gobel, Heinrich               erster Schießmeister des SVW

Hohmann,                       damaliger Bürgermeister von Waldau

Kraft, Heinrich

Seitz, August

Siebrecht, Christian          wird zum 1. Vorsitzenden gewählt

Sinning, Ludwig

Sturm, Karl

Werner, Phillipp

 

Vereinsheim und Schießstand waren der Gasthof "Jägerhof" in Waldau.     

 

 

 

 

 

 17.03.1903

 

Erstes Schießen mit 4 Teilnehmern auf dem Schießstand

im Gasthof Jägerhof in der 1. Etage (Schützenzimmer)

Geschoßen wurde mit Zimmerstutzen auf 12er Scheibe,

10 Schuß aufgelegt.

Ergebnisse:

Siebrecht           108 Ringe

Sturm                 94 Ringe

Kraft                 102 Ringe

Weber                97 Ringe

 

 

 

 

 

 12.04.1905

 

1. Vorsitzende bleibt C. Siebrecht 

 

 

 

 

 

 31.12.1907

 

Anschaffung einer eigenen Vereinsfahne.

 

 

 

 

 

 28.06.1914

 

Beginn 1. Weltkrieg (bis 11.11.1918)

Unterbrechung des Vereinslebens 

 

 

 

 

 

 27.05.1928

 

Feier des 25-jährigen Vereinsjubiläums über 2 Tage

bis zum 29.05.1928

 

 

 

 

 

 00.00.1929

 

Termin ist nicht genau zu ermitteln

Ein Grundstück wird dem SVW von dem Großbauern

Wilhelm Fuhrmann geschenkt. (sein Bauernhof war gegenüber

der Waldauer Kirche, z.Zt. steht hier das Gemeindehaus Waldau)

Das Grundstück befand sich am Rodebach, auf dem sich jetzt

noch immer unser Vereinsheim und unsere Schießanlagen befinden. Schießstand und Vereinsheim (ca. 10m x 5m)

wurden in Eigenleistung gebaut. Weil kein Wasseranschluss

vorhanden war, wurde behördlich der Bau eines Schornsteins

untersagt, was viele Nachteile hatte. Zum Beispiel konnte

nicht gekocht werden. Das Schützenhaus war ohne Zwischen-

decke, die Dachbalken lagen unverkleidet. Es war mehr eine

Scheune mit 5 Schießfenstern, die mit Holzschaltern

gesichert wurden.

 

5 Stände für 50m und 100m wurden errichtet.

 

Geschoßen wurde mit Großkalibergewehren (98er)

Die 98er Munition wurde wiedergeladen.

Die Trefferanzeige erfolgte durch Anzeige aus dem Scheiben-

graben am Deckungswall.

Mehrere, ca. 10 bis 15 Jahre alte Eichen wurden vor dem

Vereinheim gepflanzt.

 

Die früheren Mitglieder waren alles Waldauer, die einen   engen familiären Bund bildeten. Es kannte jeder jeden.

Sonntags nach dem Kirchgang ging man zum Vereinslokal.

Wobei sich hier sehr bald, wie heute auch noch, die Vereins-aktiven von den passiven Mitgliedern abhoben.

Bis 1962 blieb der Gasthof Jägerhof Vereinslokal.

 

 

 

 

 

 31.12.1934

 

1. Vorsitzende wurde Julius Winkler (Gemeinderechner

 

 

 

 

 

 01.09.1939

 

Beginn des 2. Weltkrieges (bis 07.05.1945) 

 

 

 

 

 

 26.10.1940

 

Letztes Schießen mit 9 Teilnehmern. Danach wird der

Schießbetrieb eingestellt.

 

Der Verein wird auf Grund einer Verfügung aufgelöst,

das Schießplatzgelände beschlagnahmt und ohne

Wissen des Vereins verkauft. 

 

 

 

 

 

 07.05.1945

 

Ende des 2. Weltkrieges 

 

 

 

 

 

 00.00.1946

 

Das Vereinsheim wurde in der Nachkriegszeit, aufgrund der extremen

Mangelsituation in der Bevölkerung innerhalb von 6 Wochen, total

zerlegt. Dachziegeln, Fenster, Türen, Mauerwerk, einfach alles was

man zum Wiederaufbau des eigenen Heimes gebrauchen konnte,

wurde mitgenommen. Einige vorhandene Reste waren die "Plumps-Klos".

 

Die restlichen Anlagen beseitigte die amerikanische Armee, welche die

Schutzwälle, die Kugelfang-Deckung, den Trefferanzeige- Graben usw.

den Erdboden gleich machten. 

 

 

 

 

 

 18.08.1951

 

Vereinswiedergründung nach dem Krieg!!

Aus einer Vereinsinternen Notiz:

Zitat: 18.08.1951   0.800 Uhr Abends

 

Nach dem Artikel in  der Kasseler Zeitung vom 20. Juni 1951 Nr. 192

5. Jahrgang wurde veröffentlicht, dass Schützenvereine wieder gegründet werden dürfen und ein Zusammenschluss der Vereine in einem hessischen Schützenverband freigegeben ist.

Auf Grund dessen haben sich heute die ehemaligen Mitglieder des SVW zusammengefunden und die Wiedergründung vollzogen.

Sie erklären hiermit ihre Mitgliederschaft.

Kassel- Waldau, den 18.August 1951

 

Es folgten lt. Vereinsbuch Seite 77=56 Unterschriften-

1. Vorsitzender     Julius Winkler

2. Vorsitzender     F. Buhrmann

1. Kassenführer    K. Wetzel

1. Schießmeister   A. Köhler

2. Schießmeister   G. Janzon

Kassenprüfer        L. Werner

Beisitzer               F. Hänselt

 

Diese Mitglieder werden einstimmig gewählt. Die Versammlung beschließt in den freigegebenen Hess. Schützenverband als Mitglied einzutreten.

 

Aus dem Vereinsprotokoll:

TOP:

      1. Aufnahme des Vereinsstatus von 1903 mit Änderung

          ( Satzung )

      2. Wahl des Gesamtvorstandes

      3. Beitritt zum hessischen Schützenverband

 

zu 1. Der SVW wird in das Vereinsregister eingetragen VR-Nr. 290

zu 2. 1. Vorsitzender Julius Winkler

        2. Vorsitzender Fraz Buhrmann

Der Verein hat sich somit neu gegründet.

Er hat z.Zt. 63 Mitglieder und kein Vereinsvermögen.

Mitgliedsbeitrag beträgt 2,-DM vierteljährlich.

Schießstand ist nun wieder das Schützenzimmer im Gasthof "Jägerhof"      

 

 

 

 

 

 25.08.1951

 

Wiedergründungs- Pflichtschießen mit 17 Teilnehmern

5 Schuss auf 10er Ringscheibe

 

Bester Schütze mit 49 Ringen war A. Köhler

Schlechtester Schütze mit 19 Ringen war K. Schmidt 

 

 

 

 

 

 01.04.1953

 

1. Vorsitzender wird Friedrich Triller 

 

 

 

 

 

 01.04.1953

 

aus dem Vereinsprotokoll:

50- jähriges Jubiläum

vermerkt werden hier besonders die Opferbreitschaft und der hohe Einsatz der Mitglieder.

Kassenbestand: Einnahmen 3.966,64DM

                        Ausgaben  2.993,00DM

 

Die Veranstaltung erstreckte sich über 3 Tage ( Pfingsten ).

Es gab einen Festzug durch Waldau mit der Teilnahme von 6 Vereinen aus Kassel.

 

Am Rande vermerkt: Ausschluss des Mitglied K.B., weil er Schießabende und sonstige Veranstaltungen nicht besucht hat und länger als 3 Monate Beitragsrückstand bestand.

 

 

 

 

 

 11.04.1954

 

aus dem Vereinsprotokoll:

Überarbeitete kompl. Satzung (von 1951) in der Mitgliederversammlung vorgelegt und angenommen.

Diese Satzung bildet noch immer die Basis bis zum heutigen Tage. 

 

 

 

 

 

 01.01.1955

 

aus dem Vereinsprotokoll:

Der Verein hat nun 66 Mitglieder. Davon 9 Jungschützen

 

Mitgliedsbeitrag             3,50DM

Schießgeld 1. Serie       0,50DM

je weitere Serie              0,30DM

 

 

 

 

 

 06.03.1958

 

Wiederkauf des Vereinsgrundstücks

aus den Vereinsunterlagen:

Der SVW kauft das Vereinsgrundstück in der Größe 13,36a X 0,54a von Herrn Konrad Leimer für 3.000,-DM zurück.

 

Auf Grund des Kontrollsatzgesetzes waren das Vereinsvermögen, und u.a. auch das Grundstück, beschlagnahmt worden und in das Eigentum des Landes Hessen übergegangen. Dem SVW war vom Land eine Entschädigung von 2.000,-DM gezahlt worden. Das Land Hessen hatte dann das Grundstück an Herrn Konrad Leimer verkauft. 

 

 

 

 

 

 11.01.1959

 

aus dem Vereinsprotokoll:

68 Mitglieder 9Jungschützen

 

Erstellung eines Bauantrags für einen 50m Schießstand mit 4 Bahnen gestellt. Kostenvoranschlag 13.000,-DM 

 

 

 

 

 

14.01.1961

 

aus dem Vereinsprotokoll:

Der geplante Schießstand ist im Rohbau fertig.

 

 

 

 

 

 22.09.1961

 

 aus dem Vereinsprotokoll:

 Nach 3 Jahren Bauzeit Einweihung des KK- Schießstandes.

 Verhandlungen über einen neu zu errichtenden Pistolenstand.

 Den Wirtschaftsbetrieb übernahm Schützenbruder Friedel Käsinger.

 Die Pacht wurde auf 10% des Umsatzes festgelegt.

 

 Jetzt eigenes Vereinsheim auf eigenem Gelände!! 

 

 13.01.1963

 

aus dem Vereinsprotokoll:

Kassenbericht:

Gesamtschulden 7.700,-DM hiervon

                         4.700,-DM bei Schützenbruder Volkhardt und

                         3.000,-DM bei Raiffeisensparkasse

 

Die Gesamtsumme wird von H. Volkhardt übernommen.

 

 

 

 

 

 01.01.1964

 

Aufnahme in den Landessportbund

 

 

 

 

 

 16.02.1964

 

Eine größere Satzungsänderung!

geändert wurden u.a.:

 

Mitgliedschaft, Eintrittsgeld, Ende der Mitgliedschaft, Ausschluss, Vorstand, Beirat, Vorstand + Beirat, Aufgaben des Vorstandes, Befugnisse, Wegfall von Vorstands und Beiratsmitgliedern, Beurkundung der Beschlüsse, Jahreshauptversammlung, Mitgliedschaft in anderen Vereinen.......... 

 

 

 

 

 

 01.12.1965

 

Flächenaustausch ( aus den Vereinsunterlagen )

Tausch des Grundstückes hinter den 50m- Bahnen von ca. 470qm (SVW) (jetziger Hundeverein " Pinscher und Schnauzerclub") gegen das seitliche Grundstück zu den Bahngleisen von ca. 640qm (Stadt Kassel) . Der SVW zahlt an Flächenausgleich (Mehrwst.) 1.190,-DM. 

 

 

 

 

 

 23.07.1969

 

aus den Vereinsunterlagen:

Die Genehmigung für den Bau von 6 KK- Schießbahnen mit 50m Schießentfernung und 10 Pistolenschießbahnen mit einer Schießentfernung von 25m wird den SVW erteilt. 

 

 

 

 

 

 00.00.1970

 

aus den Vereinsunterlagen:

Der Pistolenstand wird in Betrieb genommen. Belgische Soldaten hatten mit gepanzerten Fahrzeugen das Gelände planiert. 2 belgische Offiziere waren Mitglieder im SVW, von denen einer  Schützenkönig wurde.  

 

 

 

 

 

 24.01.1971

 

aus den Vereinsunterlagen:

Jetzt 120 Mitglieder 

 

Am Rande bemerkt:

Ärger mit der Einnahme/Abrechnung der Standgebühren.

Stichproben für 5 Schießtage ergaben einen Fehlbetrag von 91,-DM

Vereinswirt soll als Ausgleich einen Pauschalbetrag von 500, _DM zahlen.

........es kommt nicht zur Abstimmung da rechtliche Beweise fehlen.

 

 

 

 

 

 02.09.1972

 

Außerordentliche Mitgliederversammlung

Der 1. Vorsitzende Fritz Triller will nach 20 Jahren als 1. Vorsitzender aufhören.

Neuer 1. Vorsitzender wird Willi Wollraht (Handelsvertreter)

 

An dem Schießen zum Schützenkönig können /dürfen ab diesem Jahr auch Frauen teilnehmen.

Schützenkönig wird auch erstmals eine Frau    Frau Joyce Beßler 

 

 

 

 

 

 27.01.1973

 

aus dem Vereinsprotokoll:

Neue Beiträge:

Beitrag 60,-DM jährlich, Rentner und Schüler 30,-DM jährlich

Aufnahmegebühr 100,-DM

Kostenzuschuss für den Schützenkönig von 120,-DM auf 300,-DM für die Königsfeier erhöht.  

 

 

 

 

 

 12.09.1974

 

aus dem Vereinsprotokoll:

Neuer 1. Vorsitzender wird Josef Schönbach (Maschinenbau- Ing.)

 

 

 

 

 

 22.07.1975

 

aus dem Vereinsprotokoll:

Neuer 1. Vorsitzender wird Helmut Pfaffenbach  (Werkzeugmeister)

 

Die Stadt Kassel vermietet an den SVW 680qm Fläche, die direkt parallel an der Bundesstraße liegt. Mietzins 12,-DM /Jahr 

 

 

 

 

 

 01.02.1977

 

aus dem Vereinsprotokoll:

Neuer 1. Vorsitzender wird Friedrich Lippard (Betr. Ob. Insp.)

 

Jetzt 143 Mitglieder

Mitgliederbeitrag nun 96,-DM

 

 

 

 

 

 27.01.1979

 

 

aus dem Vereinsprotokoll:

Neuer 1. Vorsitzender wird Erwin Bormann (Kfz- Meister)

 

Mitgliederrückgand auf 136 Mitglieder

Hinzu Kauf des rechts vom Grundstück befindlichen Geländestreifens zum Preis von 10,-DM pro qm.

 

 

 

 

 

 01.04.1981

 

 

aus den Vereinsunterlagen:

Neuer 1. Vorsitzender wird Kurt Spranger (Lehrer)

 

Erweiterung des Schützenhauses plus Umkleideräume und WC. (Eine geplante Dusche wurde nicht realisiert)

Kosten ca. 114.000,-DM

Das Schützenhaus wurde auf die heutige Größe erweitert. An Eigenleistungen wurden von 31 Mitgliedern, in der Zeit vom 11.10.1980 - 07.02.1981, 1.573 Arbeitsstunden, die mit je 15,-DM bewertet wurden, erbracht.

Die Vereinsfeste müssen nun nicht mehr in den Räumen der Luftgewehrschützen durchgeführt werden.  

 

 

 

 

 

 01.04.1982

 

Der SVW erwirbt die Schankkonzession. Ein Profit von 5.000,-DM jährlich wird erwartet. 

 

 

 

 

 

 01.04.1984

 

aus den Vereinsunterlagen:

Das Staatliche Amt für Sicherheitstechnik Kassel beginnt damit, auf dem Stand des   SVW, den praktischen Teil ihrer "Schwarzpulverlehrgänge" für die "Erlaubnis zum Erwerb, zum Umgang und zur Beförderung im nichtgewerblichen Bereich (§ 27 Sprengstoffgesetz - SprengG)" durchzuführen. 

 

 

 

 

 

 31.12.1985

 

 aus den Vereinsunterlagen:

Am 08.08.1985 wird der Überlauf der Sickergrube behördlich geschlossen.

Am 19.12.1985 erfolgte die Schließung des 50m Standes.

Keine Standabnahme. U. a. wurde der seitliche Kugelfang beanstandet. 

 

 

 

 

 

 12.02.1986

 

 aus den Vereinsunterlagen:

Der SVW stellt Bauantrag für die Errichtung einer Schutzwand plus Windfang für den KK- Stand.

 

 

 

 

 

 12.10.1986

 

 aus den Vereinsunterlagen:

Flächen des SVW z. Zt.

bebaut                  480qm

befestigt                 56qm

unbefestigt         1.209qm

Grundstück        1.745qm   

 

 

 

 

 

 01.04.1989

 

 aus den Vereinsprotokoll:

Der Verein hat nun 114 Mitglieder. Wegen fehlender Bereitschaft kann kein

1. Vorsitzender gewählt werden.

Dietrich Weise übernimmt als z. Zt. 2. Vorsitzender die Geschäfte des 

1. Vorsitzenden.

 

Der Schützenverein Edelweiß beginnt mit seinen Trainigsstunden auf unseren Anlagen. 

 

 

 

 

 

 16.06.1989

 

 aus den Vereinsprotokoll:

Außerordentliche Mitgliederversammlung. Viel Ärger............

Neuer 1. Vorsitzender wird Henry Multhoff (Werkzeugmacher) 

 

 

 

 

 

 01.04.1991

 

Renovierung des 25m Standes.

Ab diesem Jahr wird zusätzlich zum Schützenkönig eine Schützenkönigin ausgeschossen.

Zu Bemerken ist, dass von 1972 bis 1990 der Titel des Schützenkönigs 9-mal von einer Frau errungen wurde.  

 

 

 

 

 

 29.05.1992

 

 aus den Vereinsprotokoll:

Rücktritt des 1. Vorsitzenden Henry Multhoff am 29.05.1992 

 

 

 

 

 

 27.02.1993

 

 aus den Vereinsprotokoll:

1. Vorsitzender wird Dietrich Weise (Diplom- Ing.)

Kurt Spranger wird zum 2. Vorsitzenden gewählt. 

 

 

 

 

 

 31.12.1994

 

SVW gibt die Schankkonzession zurück.

Sanierung des 10m Luftdruckstandes. 

 

 

 

 

 

 03.04.1995

 

Kurt Spranger scheidet aus dem Vorstand aus.

 

 

 

 

 

 14.03.1997

 

Walter Chrubasik wird als 2. Vorsitzender in den Vorstand gewählt.

Teilsanierung des Daches wird durchgeführt.

 

 

 

 

 

 31.12.1998

 

Günther Scherer übernimmt den Ausschank (Theke des Vereins)

Getränkepreise werden um 0,50DM erhöht.

 

Im Gastraum des Vereinsheims wird eine neue Deckenverkleidung installiert.

Zur Verbesserung der Schießergebnisse wird eine elektronische Trainingshilfe angeschafft (SAM- Trainer) 

 

 

 

 

 

 

31.12.1999

 

 

Sanierung der Sickergrube

Der Gastraum erhält einen neuen Bodenbelag

 

 

 

 

 

 

29.05.2000

 

 

Die Saalmiete wurde abgeschafft, dafür müssen alle Getränke  bei Veranstaltungen vom Verein gekauft werden.

 

 

 

 

 

 

 

15.06.2000

 

 

Rücktritt des 1. Vorsitzenden Dietrich Weise

 

 

 

 

 

 

10.02.2001

 

 

aus dem Vereinsprotokoll:

1. Vorsitzender wird  Walter Chrubasik (Unternehmer)

 

 

 

 

 

 

02.02.2002

 

 

Jahreshauptversammlung

Mitgliederbestand:                      144 Personen

          

Vereinsbeiträge (in EURO):        bisher                                   ab 1.1.2003

   Aufnahme                                      60,-/J.                                         100,-/ einmalig

   Mitglieder über 18 J.                     60,-/J.                                           78,-/J.

   Rentner, Azubi....                          30,-/J.                                           39,-/J.

   Schüler + Jugendl. Ab 12J.           30,-/J.                                           30,-                      

   Kinder unter 12J.                          30,-/J.                                           frei

   Mitglied mit Partner                       90,-/J.                                        117,-/J.

 

 

 

 

 

 

17.03.2002

 

 

Eigene Homepage des SVW im Internet   unter    www.schuetzenverein-waldau.de

Erstellt wurde die Basis dieser Homepage von den Jungschützen Sascha Haarbusch

und Timo Schelletter.

Unser Schützenbruder Eberhard Burkart hat diese Arbeit im Juni 2002 übernommen, weiter geführt und einen professionellen Anbieter verpflichtet welcher das Grundgerüst ohne "Werburgs-Einblendungen" zur Verfügung gestellt  hat.

Die Arbeit an der Homepage wird von Eberhard Burkart  federführend und mit viel Engagement betrieben.

 

 

 

 

 

 

 

08.02.2003

 

 

Jahreshauptversammlung (Neuwahl des Gesamtvorstandes)

1. Vorsitzender wird Detlef Bodenbender (Angestellter)

 

 

 

 

 

 

12.04.2003

 

 

Sickergrube wird zum zweiten Mal saniert.

Einbau einer neuen monolithischen Betonzisterne (Kostenaufwand  ca. € 2.500,-)

 

 

 

 

 

 

12.07.2003

 

 

100-Jahrfeier Schützenverein Waldau

Die Feier fand im Gasthaus "Hessischer Hof" in Waldau im Rahmen eines großen

Jubiläumsfestes statt.

Der Jubiläumsfeier war in der Zeit vom 30.06.- 05.07.2003 eine

Schießsportwoche vorausgegangen.

An diesem Pokalschiessen beteiligten sich über 150 Schützen aus

vielen Vereinen der gesamten Region.

Es wurden ca. 50 Pokale an siegreiche Mannschaften und ca. 100 Medaillen an

siegreiche Einzelschützen vergeben

 Auch ein Jubiläumsschützenkönig wurde ausgeschossen. Zur Freude

aller Mitglieder konnte der Waldauer Jungschütze Timo Schelletter diesen Titel erringen.

 

Ehrengäste:

Ingo Groß. Bürgermeister der Stadt Kassel

Friedhelm Alster. Ortsvorsteher von Waldau

Dieter Thiele. Vizepräsident des Hess. Schützenverbandes.

Reinhard Herz: Kreis/Gauschützenmeister

Peter Braun. Verkaufsleiter der Martini/Einbecker-Brauerei

 

Neben vielen Gastgeschenken der teilnehmenden Vereine wurde dem SVW

durch den Bürgermeister die Ehrenmedaille des Hess. Ministerpräsidenten überreicht.

 

 

 

 

 

 

19.05.2004

 

 

Heizöltank-Anlage

Austausch der 30 Jahre alten Heizöltanks unserer Heizungsanlage im Vereinsheim .

gegen neue – doppelwandige- Lagertanks.

Da sich das Vereinsheim in einem Wasserschutzgebiet befindet muss für die

Heizöllagerung u. a. alle 5 Jahre ein Sicherheitsgutachten erstellt werden welches

für die vorhandene Anlage mit unverhältnismäßigem Auflagen/Aufwand verbunden  war.

Abriss und Entsorgung der alten gemauerten Ölauffangwanne konnte von den Mitgliedern in Eigenleistung (Ersparnis ca. € 2.560,-)  durchgeführt werden

 

 

 

 

 

 

31.07.2004

 

 

Ausserordentliche Mitgliederversammlung

Neuwahl des 1. und 2. Vorsitzenden

Da beide Vorsitzende ihren Posten niedergelegt hatten war eine Neuwahl

erforderlich.

Wahlergebnis: 1. Vorsitzende  Detlef Bodenbender

                               2. Vorsitzende  Ralf Seligmann

 

 

 

 

 

 

 

17.06.2006

 

 

07.07.2006

 

Dachsanierung

Das über 30 Jahre alte Dach des Vereinsheims ist undicht geworden.

Reparaturen machen keinen Sinn mehr und wären nur noch ein weiteres Provisorium.

Der Vorstand entschließt sich  deshalb dazu das Dach neu einzudecken.

Eingeholte Angebote belaufen sich auf über….

 

Mit der fachmännischen Arbeit wurde die ortsansässige Firma "Wilhelm Bedachung" beauftragt.

 

 

 01.05.2008

 

Raucherbereich.
Aufgrund neuer Gesetzeslage wird im Oktober 2007 Rauchverbot im Vereinsheim erlassen.
Der Vorstand plant daraufhin den Eingangsbereich des Vereinsheims zu überdachen
Durch Eigenarbeit und Spenden einiger Mitglieder wurde ein Vorbau von ca. 3m x 9m gebaut
der den “Rauchen“ ihr Vergnügen unter einem Dach ermöglicht
und im Sommer Platz für eine gemütliche “Runde“ bietet.
Besonders hervorzuheben waren hierbei die Arbeitsleistung von Gerhard Wohlgemuth
und Adam Lewandowski.

 

 

 

 

 02.10.2008

 

Behinderten gerechte Schießanlagen.
Da der Verein auch einige Behinderte Mitglieder hat wurde er
Mitglied im Hess. Behinderten- und Rehabilitationssportverband
Der Luftgewehrstand und später auch der Eingangsbereich sowie die anderen Schießstände
solle  behindertengerecht gestaltet werden.
Die Schießtheke des Luftdruckstandes wird durch unsere Mitglieder Gerhard Wohlgemuth und
Wolfgang Küstenbrück offen gestaltet und abgesenkt damit auch Rollstuhlfahrer
den Schießstand benutzen können.

 

 

 

 

 

 03.12.2008

 

Spende.
Von der Kasseler Bank erhält der Verein  eine Spende in Höhe von €2500.-
Das Geld soll in den weiteren behindertengerechten Ausbau des Schießstandes
und des  Zugang zum Vereinsheim investiert werden.

 

 01.01.2009

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Festrede zum 100-jährigen Vereinsjubiläum des

 

Schützenvereins Waldau 1903 e.V.

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrte Festgäste,

liebe Vereinsmitglieder, liebe Freunde

 

Ich freue mich, dass Sie so zahlreich erschienen sind, um mit dem SV Waldau  sein 100-jähriges Bestehen zu feiern.

 

Herzlich willkommen!!

 

Besonders begrüssen darf ich Herr Bürgermeister Ingo Groß, den Vizepräsidenten des Hess. Schützenverbandes Herrn Dieter Thiele, Herrn  Ostsbeiratsvorsitzenden Friedhelm Alster, unseren Gau- und Kreisschützenmeister Reinhard Herz, Herrn Peter Braun von der Martini Brauerei sowie Herrn Polizeihauptkommissar Ley vom 5. Polizeirevier hier in Waldau.

Es ist uns eine Freude und eine Ehre, dass Sie heute unter uns sind.

 

Vor hundert Jahren wurde unser Verein ins Leben gerufen. 100 Jahre, das ist mehr als ein normales Menschenalter und wir können alle bestätigen dass dies eine sehr lange Zeitspanne ist.

 

Im Hinblick auf die Tradition der Schützenvereine und Schützengilden handelt es sich jedoch um eine relativ kurzen Zeitraum.

Die Tradition der Schützenvereine geht zurück in eine Zeit, in der die Bürger ihre Städte noch mit Waffengewalt verteidigen mussten. Zu diesem Zweck schlossen sich die Bürger ohne Rücksicht auf Herkunft und Stand in sogenannten „Gilden“ oder „Bruderschaften“ zusammen.

Vor allem im 15. und 16. Jahrhundert entwickelten diese Gilden in Anlehnung an die Turniere der Ritterzeit die Schützenfeste.

Leider versank dieses erfreuliche Treiben der Schützengilden und wurde erst im 19. Jahrhundert wiederbelebt, als im thüringischen Gotha der deutsche Schützenbund gegründet wurde.

 

Doch nun zum Jubiläum:

1903, im Gründungsjahr, gelang den Brüdern Wilbur und Oliver Wright im amerikanischen Kitty Hawk der erste kontrollierte Motorflug, Henry Ford gründete seine Ford Motor-Company

und in Paris wurde die erste Tour de France gestartet.

 

In Deutschland gründete Emil Rathenau die Firma AEG-Telefunken und Oskar von Miller gründete in München das deutsche Museum.

 

Im selben geschichtsträchtigen Jahr saß der damalige  „Rauch- und Skatclub“ zusammen und gründete den Schützenverein Waldau.

Zu den Gründungsmitgliedern gehörten, so weit recherchierbar,

Wilhelm Dauber, Heinrich Gobel, Heinrich Kraft, August Seitz, Ludwig Sinning, Karl Sturm, Philipp Werner und Christian Siebrecht, der auch gleich zum 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt wurde.

Vereinsheim und Schießstand waren der Gasthof „Jägerhof Waldau“ in Waldau.

 

Am 17.03.1903 fand das erste Schiessen mit 4 Teilnehmern auf dem Schiesstand in der 1. Etage statt.

Geschossen wurde mit Zimmerstutzen auf 12er-Scheibe. 10 Schuss aufgelegt.

Auch damals wurden schon beachtliche Ergebnisse erzielt.

Christian Siebrecht belegte mit 108 Ringen den 1. Platz.

Heinrich Kraft mit 102 Ringen den 2. Platz.

Karl Sturm erzielte 97 und Philipp Werner 94 Ringe.

 

1907 wurde dann die heute noch vorhandene und in Gebrauch befindliche Vereinsfahne angeschafft die Sie heute hier im Saal auch betrachten können.

Bis zum Beginn des 1. Weltkrieges bleibt Christian Siebrecht der 1. Vorsitzende. Durch den 1. Weltkrieg der bis zum 11.11.1918 andauerte wurde das Vereinsleben jedoch jäh unterbrochen.

Glücklicherweise konnte nach Kriegsende das Vereinsleben wieder aufgenommen werden und 10 Jahre später, am 27.05.1928 wurde das 25-jährige Bestehen des Vereins gefeiert.

 

1929 wurde unserem Verein von dem Großbauern Wilhelm Fuhrmann das Grundstück geschenkt auf dem sich auch heute noch unser Schützenhaus befindet.

In diesem Jahr wurde auch das erste Vereinsheim errichtet, das jedoch mehr einer Scheune mit 5 Schießfenstern als einem Schützenhaus glich.

Auf den Fünf Ständen konnte seinerzeit mit Klein- und Großkaliber auf 50m und un 100 m geschossen werden. Für das Großkaliber wurden 98er Karabiner verwendet. Die Munition wurde wiedergeladen.

 

Am 01.09.1939 brach dann der 2. Weltkrieg aus. Ein letztes Schießen wurde am 26.10.1940 mit 9 Teilnehmern durchgeführt. Danach wurde der Schiessbetrieb eingestellt. Der Verein wurde aufgrund einer Verfügung aufgelöst, das Schießplatzgelände beschlagnahmt und ohne Wissen des Vereins verkauft.

 

Nach Kriegsende wurde das Vereinsheim, aufgrund der Mangelsituation in der Bevölkerung, total zerlegt. Fenster, Türen, Dachziegel ja sogar das Mauerwerk. Alles was man zum Wiederaufbau des eigenen Heimes gebrauchen konnte wurde mitgenommen.

Das einzige was noch übrig war, waren die „Plumps-Klo´s“.

Den Rest besorgten die Amerikaner, welche die Schutzwälle, die Kugelfang-Deckung und die Anzeigergräben dem Erboden gleichmachten.

 

Doch es ging wieder aufwärts:

 

Am 18.08.1951, 08.00 Uhr abends:

Ich zitiere:

 

Nach dem Artikel in der Kasseler Zeitung vom 20.07.1951 Nr. 192, 5. Jahrgang wurde veröffentlicht, dass Schützenvereine wieder gegründet werden dürfen und ein Zusammenschluss der Vereine in einem Hess. Schützenverband freigegeben ist.

Aufgrund dessen haben sich heute die ehemaligen Mitglieder des Schützenvereins zusammengefunden und die Wiedergründung vollzogen!!

 

56 Mitglieder hatten unterschrieben. Neuer 1. Vorsitzender wurde Julius Winkler.

Schießstand war nun wieder das Schützenzimmer im Gasthof Jägerhof.

 

2 Jahre später wurde das 50-jährige Bestehen groß gefeiert.

Besonders vermerkt wurden die Opferfreudigkeit und der hohe

Einsatz der Mitglieder.

Die Veranstaltung dauerte 3 Tage über Pfingsten!!!!! Es gab. einen Festzug mit vielen teilnehmenden Vereinen aus Kassel.

 

Am 06.03.1958 konnte das Vereinsgrundstück zurückgekauft werden und am 14.01.1961 war der Rohbau des neuen Vereinsheims fertig.

Nach 3-jähriger Bauzeit am 22.09.1962 konnte das Vereinsheim mit KK-Schießstand eingeweiht werden.

1970 wurde dann noch der Pistolenschießstand in Betrieb genommen.

 

In den nächsten 30 Jahren erlebte unser Verein Höhen und Tiefen, hat sich jedoch ständig weiterentwickelt und konnte beachtliche Sportliche Erfolge erzielen.

 

In den Jahren nach der Wiedergründung war es bestimmt nicht immer ganz leicht Außenstehende davon zu überzeugen, dass es nicht primäres Ziel eines Schützenvereines ist, den Umgang mit Waffen zu fördern. Davon hatten die Menschen angesichts der nicht lange zurückliegenden Kriegsjahre auch die „Nase voll“.

 

Mit den Jahren erkannten aber auch diejenigen, die unserer Gemeinschaft zunächst ablehnend gegenüberstanden, dass es vielmehr um das Miteinander und ein geselliges Vereinsleben geht und dass das trainieren von Fähigkeiten wie Konzentration und Teamgeist durchaus lohnende Ziele sind.

 

So wuchs die Anzahl unserer Mitglieder auf mittlerweile 152.

 

Leider haben es aber die schrecklichen Ereignisse von Erfurt nun wieder schwer gemacht neue Mitglieder, vor allem sind hier Jugendliche zu nennen, zu gewinnen.

 

Durch Erfurt wurden auch einige Weichenstellungen im neuen Waffenrecht zunichte gemacht, die für das sportliche Schiessen wichtig gewesen wären. Vorrangig war hier die Herabsetzung der Altersgrenze für Luftdruckwaffen auf 10 Jahre geplant. Dies ist nun hinfällig.

Nichtsdestotrotz haben sich die Vereine vor dem Hintergrund der schrecklichen Ereignisse hiermit abgefunden und tragen die neuen rechtlichen Regelungen mit.

 

Leider werden wir trotzdem immer wieder von Presse, Funk und Fernsehen, oftmals mit Argumenten „aus dem hohlen Bauch heraus“, das heißt ohne Sachkenntnis, vorverurteilt und unter Generalverdacht gestellt.

Die Durchführung des Schießsports als Leistungs- und Breitensport muss in einer freiheitlichen Gesellschaft wie der Bundesrepublik Deutschland , mit seiner 800-jährigen Schützentradition weiterhin möglich sein, sonst gehören Erfolge wie z. B. von den Nachwuchsschützen des Nordhessenteams bald der Vergangenheit an, da kein Nachwuchs mehr verantwortlich im Umgang mit Waffen ausgebildet und trainiert werden kann.

 

Liebe Mitglieder und Freunde, genug nun der vielen Worte meinerseits. Ich wünsche mir, dass dies heute eine schöner und geselliger Abend wird.

Es bleibt mir an dieser Stelle nur noch die Bitte, dass Ihr unserem Verein auch in Zukunft die Treue halten werdet.

 

Da ich es mit Mark Twain halten möchte, der gesagt hat:“Eine Gute Rede hat einen guten Anfang und ein Gutes Ende – und beides sollte möglichst dicht beieinander liegen.“ will ich uns allen weiterhin, auch außerhalb des Vereins, viel Erfolg im Leben und vor allen Dingen Gesundheit wünschen.

 

Ich danke Ihnen!