Vereinschronik des
Schützenvereins Waldau 1903 e.V.
|
Datum |
|
Letzte Bearbeitung 18.02.2009 |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
Die Eckdaten seit der Gründung in 1903 bis zur Wiedergründung 1951 wurden im März 2002 aus der Erinnerung der ehemaligen Mitglieder Julius Koch (geb. 21.08.1916, Mitglied im Verein von ca. 1922 - 1974) und Georg Hesse (geb. am 26.10.1926, Mitglied im Verein von 1938 - 26.10.2002) in einem Gespräch mit Hans Nitsche so wiedergegeben. Die weiteren Daten wurden aus Unterlagen des Vereins, des Ortsgerichts sowie aus Gesprächen mit langjährigen Mitgliedern ermittelt. |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
01.01.1903 |
|
Der damalige sogenannte "Rauch und Skatclub" gründete den Schützenverein Waldau Gründungsmitglieder (soweit recherchierbar) Dauber, Wilhelm Gobel, Heinrich erster Schießmeister des SVW Hohmann, damaliger Bürgermeister von Waldau Kraft, Heinrich Seitz, August Siebrecht, Christian wird zum 1. Vorsitzenden gewählt Sinning, Ludwig Sturm, Karl Werner, Phillipp
Vereinsheim und Schießstand waren der Gasthof "Jägerhof" in Waldau. |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
17.03.1903 |
|
Erstes Schießen mit 4 Teilnehmern auf dem Schießstand im Gasthof Jägerhof in der 1. Etage (Schützenzimmer) Geschoßen wurde mit Zimmerstutzen auf 12er Scheibe, 10 Schuß aufgelegt. Ergebnisse: Siebrecht 108 Ringe Sturm 94 Ringe Kraft 102 Ringe Weber 97 Ringe |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
12.04.1905 |
|
1. Vorsitzende bleibt C. Siebrecht |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
31.12.1907 |
|
Anschaffung einer eigenen Vereinsfahne. |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
28.06.1914 |
|
Beginn 1. Weltkrieg (bis 11.11.1918) Unterbrechung des Vereinslebens |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
27.05.1928 |
|
Feier des 25-jährigen Vereinsjubiläums über 2 Tage bis zum 29.05.1928 |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
00.00.1929 |
|
Termin ist nicht genau zu ermitteln Ein Grundstück wird dem SVW von dem Großbauern Wilhelm Fuhrmann geschenkt. (sein Bauernhof war gegenüber der Waldauer Kirche, z.Zt. steht hier das Gemeindehaus Waldau) Das Grundstück befand sich am Rodebach, auf dem sich jetzt noch immer unser Vereinsheim und unsere Schießanlagen befinden. Schießstand und Vereinsheim (ca. 10m x 5m) wurden in Eigenleistung gebaut. Weil kein Wasseranschluss vorhanden war, wurde behördlich der Bau eines Schornsteins untersagt, was viele Nachteile hatte. Zum Beispiel konnte nicht gekocht werden. Das Schützenhaus war ohne Zwischen- decke, die Dachbalken lagen unverkleidet. Es war mehr eine Scheune mit 5 Schießfenstern, die mit Holzschaltern gesichert wurden.
5 Stände für 50m und 100m wurden errichtet.
Geschoßen wurde mit Großkalibergewehren (98er) Die 98er Munition wurde wiedergeladen. Die Trefferanzeige erfolgte durch Anzeige aus dem Scheiben- graben am Deckungswall. Mehrere, ca. 10 bis 15 Jahre alte Eichen wurden vor dem Vereinheim gepflanzt.
Die früheren Mitglieder waren alles Waldauer, die einen engen familiären Bund bildeten. Es kannte jeder jeden. Sonntags nach dem Kirchgang ging man zum Vereinslokal. Wobei sich hier sehr bald, wie heute auch noch, die Vereins-aktiven von den passiven Mitgliedern abhoben. Bis 1962 blieb der Gasthof Jägerhof Vereinslokal. |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
31.12.1934 |
|
1. Vorsitzende wurde Julius Winkler (Gemeinderechner) |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
01.09.1939 |
|
Beginn des 2. Weltkrieges (bis 07.05.1945) |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
26.10.1940 |
|
Letztes Schießen mit 9 Teilnehmern. Danach wird der Schießbetrieb eingestellt.
Der Verein wird auf Grund einer Verfügung aufgelöst, das Schießplatzgelände beschlagnahmt und ohne Wissen des Vereins verkauft. |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
07.05.1945 |
|
Ende des 2. Weltkrieges |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
00.00.1946 |
|
Das Vereinsheim wurde in der Nachkriegszeit, aufgrund der extremen Mangelsituation in der Bevölkerung innerhalb von 6 Wochen, total zerlegt. Dachziegeln, Fenster, Türen, Mauerwerk, einfach alles was man zum Wiederaufbau des eigenen Heimes gebrauchen konnte, wurde mitgenommen. Einige vorhandene Reste waren die "Plumps-Klos".
Die restlichen Anlagen beseitigte die amerikanische Armee, welche die Schutzwälle, die Kugelfang-Deckung, den Trefferanzeige- Graben usw. den Erdboden gleich machten. |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
18.08.1951 |
|
Vereinswiedergründung nach dem Krieg!! Aus einer Vereinsinternen Notiz: Zitat: 18.08.1951 0.800 Uhr Abends
Nach dem Artikel in der Kasseler Zeitung vom 20. Juni 1951 Nr. 192 5. Jahrgang wurde veröffentlicht, dass Schützenvereine wieder gegründet werden dürfen und ein Zusammenschluss der Vereine in einem hessischen Schützenverband freigegeben ist. Auf Grund dessen haben sich heute die ehemaligen Mitglieder des SVW zusammengefunden und die Wiedergründung vollzogen. Sie erklären hiermit ihre Mitgliederschaft. Kassel- Waldau, den 18.August 1951
Es folgten lt. Vereinsbuch Seite 77=56 Unterschriften- 1. Vorsitzender Julius Winkler 2. Vorsitzender F. Buhrmann 1. Kassenführer K. Wetzel 1. Schießmeister A. Köhler 2. Schießmeister G. Janzon Kassenprüfer L. Werner Beisitzer F. Hänselt
Diese Mitglieder werden einstimmig gewählt. Die Versammlung beschließt in den freigegebenen Hess. Schützenverband als Mitglied einzutreten.
Aus dem Vereinsprotokoll: TOP: 1. Aufnahme des Vereinsstatus von 1903 mit Änderung ( Satzung ) 2. Wahl des Gesamtvorstandes 3. Beitritt zum hessischen Schützenverband
zu 1. Der SVW wird in das Vereinsregister eingetragen VR-Nr. 290 zu 2. 1. Vorsitzender Julius Winkler 2. Vorsitzender Fraz Buhrmann Der Verein hat sich somit neu gegründet. Er hat z.Zt. 63 Mitglieder und kein Vereinsvermögen. Mitgliedsbeitrag beträgt 2,-DM vierteljährlich. Schießstand ist nun wieder das Schützenzimmer im Gasthof "Jägerhof" |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
25.08.1951 |
|
Wiedergründungs- Pflichtschießen mit 17 Teilnehmern 5 Schuss auf 10er Ringscheibe
Bester Schütze mit 49 Ringen war A. Köhler Schlechtester Schütze mit 19 Ringen war K. Schmidt |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
01.04.1953 |
|
1. Vorsitzender wird Friedrich Triller |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
01.04.1953 |
|
aus dem Vereinsprotokoll: 50- jähriges Jubiläum vermerkt werden hier besonders die Opferbreitschaft und der hohe Einsatz der Mitglieder. Kassenbestand: Einnahmen 3.966,64DM Ausgaben 2.993,00DM
Die Veranstaltung erstreckte sich über 3 Tage ( Pfingsten ). Es gab einen Festzug durch Waldau mit der Teilnahme von 6 Vereinen aus Kassel.
Am Rande vermerkt: Ausschluss des Mitglied K.B., weil er Schießabende und sonstige Veranstaltungen nicht besucht hat und länger als 3 Monate Beitragsrückstand bestand. |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
11.04.1954 |
|
aus dem Vereinsprotokoll: Überarbeitete kompl. Satzung (von 1951) in der Mitgliederversammlung vorgelegt und angenommen. Diese Satzung bildet noch immer die Basis bis zum heutigen Tage. |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
01.01.1955 |
|
aus dem Vereinsprotokoll: Der Verein hat nun 66 Mitglieder. Davon 9 Jungschützen
Mitgliedsbeitrag 3,50DM Schießgeld 1. Serie 0,50DM je weitere Serie 0,30DM |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
06.03.1958 |
|
Wiederkauf des Vereinsgrundstücks aus den Vereinsunterlagen: Der SVW kauft das Vereinsgrundstück in der Größe 13,36a X 0,54a von Herrn Konrad Leimer für 3.000,-DM zurück.
Auf Grund des Kontrollsatzgesetzes waren das Vereinsvermögen, und u.a. auch das Grundstück, beschlagnahmt worden und in das Eigentum des Landes Hessen übergegangen. Dem SVW war vom Land eine Entschädigung von 2.000,-DM gezahlt worden. Das Land Hessen hatte dann das Grundstück an Herrn Konrad Leimer verkauft. |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
11.01.1959 |
|
aus dem Vereinsprotokoll: 68 Mitglieder 9Jungschützen
Erstellung eines Bauantrags für einen 50m Schießstand mit 4 Bahnen gestellt. Kostenvoranschlag 13.000,-DM |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
14.01.1961 |
|
aus dem Vereinsprotokoll: Der geplante Schießstand ist im Rohbau fertig. |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
22.09.1961 |
|
aus dem Vereinsprotokoll: Nach 3 Jahren Bauzeit Einweihung des KK- Schießstandes. Verhandlungen über einen neu zu errichtenden Pistolenstand. Den Wirtschaftsbetrieb übernahm Schützenbruder Friedel Käsinger. Die Pacht wurde auf 10% des Umsatzes festgelegt.
Jetzt eigenes Vereinsheim auf eigenem Gelände!! |
|
||||||||||||||||||||||
|
13.01.1963 |
|
aus dem Vereinsprotokoll: Kassenbericht: Gesamtschulden 7.700,-DM hiervon 4.700,-DM bei Schützenbruder Volkhardt und 3.000,-DM bei Raiffeisensparkasse
Die Gesamtsumme wird von H. Volkhardt übernommen. |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
01.01.1964 |
|
Aufnahme in den Landessportbund |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
16.02.1964 |
|
Eine größere Satzungsänderung! geändert wurden u.a.:
Mitgliedschaft, Eintrittsgeld, Ende der Mitgliedschaft, Ausschluss, Vorstand, Beirat, Vorstand + Beirat, Aufgaben des Vorstandes, Befugnisse, Wegfall von Vorstands und Beiratsmitgliedern, Beurkundung der Beschlüsse, Jahreshauptversammlung, Mitgliedschaft in anderen Vereinen.......... |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
01.12.1965 |
|
Flächenaustausch ( aus den Vereinsunterlagen ) Tausch des Grundstückes hinter den 50m- Bahnen von ca. 470qm (SVW) (jetziger Hundeverein " Pinscher und Schnauzerclub") gegen das seitliche Grundstück zu den Bahngleisen von ca. 640qm (Stadt Kassel) . Der SVW zahlt an Flächenausgleich (Mehrwst.) 1.190,-DM. |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
23.07.1969 |
|
aus den Vereinsunterlagen: Die Genehmigung für den Bau von 6 KK- Schießbahnen mit 50m Schießentfernung und 10 Pistolenschießbahnen mit einer Schießentfernung von 25m wird den SVW erteilt. |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
00.00.1970 |
|
aus den Vereinsunterlagen: Der Pistolenstand wird in Betrieb genommen. Belgische Soldaten hatten mit gepanzerten Fahrzeugen das Gelände planiert. 2 belgische Offiziere waren Mitglieder im SVW, von denen einer Schützenkönig wurde. |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
24.01.1971 |
|
aus den Vereinsunterlagen: Jetzt 120 Mitglieder
Am
Rande bemerkt: Ärger
mit der Einnahme/Abrechnung der Standgebühren. Stichproben
für 5 Schießtage ergaben einen Fehlbetrag von 91,-DM Vereinswirt
soll als Ausgleich einen Pauschalbetrag von 500, _DM zahlen. ........es kommt nicht zur Abstimmung da rechtliche Beweise fehlen. |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
02.09.1972 |
|
Außerordentliche Mitgliederversammlung Der 1. Vorsitzende Fritz Triller will nach 20 Jahren als 1. Vorsitzender aufhören. Neuer 1. Vorsitzender wird Willi Wollraht (Handelsvertreter)
An dem Schießen zum Schützenkönig können /dürfen ab diesem Jahr auch Frauen teilnehmen. Schützenkönig wird auch erstmals eine Frau Frau Joyce Beßler |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
27.01.1973 |
|
aus dem Vereinsprotokoll: Neue Beiträge: Beitrag 60,-DM jährlich, Rentner und Schüler 30,-DM jährlich Aufnahmegebühr 100,-DM Kostenzuschuss für den Schützenkönig von 120,-DM auf 300,-DM für die Königsfeier erhöht. |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
12.09.1974 |
|
aus dem Vereinsprotokoll: Neuer 1. Vorsitzender wird Josef Schönbach (Maschinenbau- Ing.) |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
22.07.1975 |
|
aus dem Vereinsprotokoll: Neuer 1. Vorsitzender wird Helmut Pfaffenbach (Werkzeugmeister)
Die Stadt Kassel vermietet an den SVW 680qm Fläche, die direkt parallel an der Bundesstraße liegt. Mietzins 12,-DM /Jahr |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
01.02.1977 |
|
aus dem Vereinsprotokoll: Neuer 1. Vorsitzender wird Friedrich Lippard (Betr. Ob. Insp.)
Jetzt 143 Mitglieder Mitgliederbeitrag nun 96,-DM |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
27.01.1979 |
|
aus dem Vereinsprotokoll: Neuer 1. Vorsitzender wird Erwin Bormann (Kfz- Meister)
Mitgliederrückgand auf 136 Mitglieder Hinzu Kauf des rechts vom Grundstück befindlichen Geländestreifens zum Preis von 10,-DM pro qm. |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
01.04.1981 |
|
aus den Vereinsunterlagen: Neuer 1. Vorsitzender wird Kurt Spranger (Lehrer)
Erweiterung des Schützenhauses plus Umkleideräume und WC. (Eine geplante Dusche wurde nicht realisiert) Kosten ca. 114.000,-DM Das Schützenhaus wurde auf die heutige Größe erweitert. An Eigenleistungen wurden von 31 Mitgliedern, in der Zeit vom 11.10.1980 - 07.02.1981, 1.573 Arbeitsstunden, die mit je 15,-DM bewertet wurden, erbracht. Die Vereinsfeste müssen nun nicht mehr in den Räumen der Luftgewehrschützen durchgeführt werden. |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
01.04.1982 |
|
Der SVW erwirbt die Schankkonzession. Ein Profit von 5.000,-DM jährlich wird erwartet. |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
01.04.1984 |
|
aus den Vereinsunterlagen: Das Staatliche Amt für Sicherheitstechnik Kassel beginnt damit, auf dem Stand des SVW, den praktischen Teil ihrer "Schwarzpulverlehrgänge" für die "Erlaubnis zum Erwerb, zum Umgang und zur Beförderung im nichtgewerblichen Bereich (§ 27 Sprengstoffgesetz - SprengG)" durchzuführen. |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
31.12.1985 |
|
aus den Vereinsunterlagen: Am 08.08.1985 wird der Überlauf der Sickergrube behördlich geschlossen. Am 19.12.1985 erfolgte die Schließung des 50m Standes. Keine Standabnahme. U. a. wurde der seitliche Kugelfang beanstandet. |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
12.02.1986 |
|
aus den Vereinsunterlagen: Der SVW stellt Bauantrag für die Errichtung einer Schutzwand plus Windfang für den KK- Stand. |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
12.10.1986 |
|
aus den Vereinsunterlagen: Flächen des SVW z. Zt. bebaut 480qm befestigt 56qm unbefestigt 1.209qm Grundstück 1.745qm |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
01.04.1989 |
|
aus den Vereinsprotokoll: Der Verein hat nun 114 Mitglieder. Wegen fehlender Bereitschaft kann kein 1. Vorsitzender gewählt werden. Dietrich Weise übernimmt als z. Zt. 2. Vorsitzender die Geschäfte des 1. Vorsitzenden.
Der Schützenverein Edelweiß beginnt mit seinen Trainigsstunden auf unseren Anlagen. |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
16.06.1989 |
|
aus den Vereinsprotokoll: Außerordentliche Mitgliederversammlung. Viel Ärger............ Neuer 1. Vorsitzender wird Henry Multhoff (Werkzeugmacher) |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
01.04.1991 |
|
Renovierung des 25m Standes. Ab diesem Jahr wird zusätzlich zum Schützenkönig eine Schützenkönigin ausgeschossen. Zu Bemerken ist, dass von 1972 bis 1990 der Titel des Schützenkönigs 9-mal von einer Frau errungen wurde. |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
29.05.1992 |
|
aus den Vereinsprotokoll: Rücktritt des 1. Vorsitzenden Henry Multhoff am 29.05.1992 |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
27.02.1993 |
|
aus den Vereinsprotokoll: 1. Vorsitzender wird Dietrich Weise (Diplom- Ing.) Kurt Spranger wird zum 2. Vorsitzenden gewählt. |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
31.12.1994 |
|
SVW gibt die Schankkonzession zurück. Sanierung des 10m Luftdruckstandes. |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
03.04.1995 |
|
Kurt Spranger scheidet aus dem Vorstand aus. |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
14.03.1997 |
|
Walter Chrubasik wird als 2. Vorsitzender in den Vorstand gewählt. Teilsanierung des Daches wird durchgeführt. |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
31.12.1998 |
|
Günther Scherer übernimmt den Ausschank (Theke des Vereins) Getränkepreise werden um 0,50DM erhöht.
Im Gastraum des Vereinsheims wird eine neue Deckenverkleidung installiert. Zur Verbesserung der Schießergebnisse wird eine elektronische Trainingshilfe angeschafft (SAM- Trainer) |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
17.06.2006 07.07.2006 |
|
Dachsanierung
|
|||||||||||||||||||||||
|
|
|
||||||||||||||||||||||||
|
01.05.2008 |
|
Raucherbereich. |
|||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
02.10.2008 |
|
Behinderten gerechte
Schießanlagen. |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
03.12.2008 |
|
Spende. |
|
||||||||||||||||||||||
|
01.01.2009 |
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
Festrede zum 100-jährigen Vereinsjubiläum des
Schützenvereins Waldau 1903 e.V.
Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Festgäste,
liebe Vereinsmitglieder, liebe Freunde
Ich freue mich, dass Sie so zahlreich erschienen sind, um mit dem SV Waldau sein 100-jähriges Bestehen zu feiern.
Herzlich willkommen!!
Besonders begrüssen darf ich Herr Bürgermeister Ingo Groß, den Vizepräsidenten des Hess. Schützenverbandes Herrn Dieter Thiele, Herrn Ostsbeiratsvorsitzenden Friedhelm Alster, unseren Gau- und Kreisschützenmeister Reinhard Herz, Herrn Peter Braun von der Martini Brauerei sowie Herrn Polizeihauptkommissar Ley vom 5. Polizeirevier hier in Waldau.
Es ist uns eine Freude und eine Ehre, dass Sie heute unter uns sind.
Vor hundert Jahren wurde unser Verein ins Leben gerufen. 100 Jahre, das ist mehr als ein normales Menschenalter und wir können alle bestätigen dass dies eine sehr lange Zeitspanne ist.
Im Hinblick auf die Tradition der Schützenvereine und Schützengilden handelt es sich jedoch um eine relativ kurzen Zeitraum.
Die Tradition der Schützenvereine geht zurück in eine Zeit, in der die Bürger ihre Städte noch mit Waffengewalt verteidigen mussten. Zu diesem Zweck schlossen sich die Bürger ohne Rücksicht auf Herkunft und Stand in sogenannten „Gilden“ oder „Bruderschaften“ zusammen.
Vor allem im 15. und 16. Jahrhundert entwickelten diese Gilden in Anlehnung an die Turniere der Ritterzeit die Schützenfeste.
Leider versank dieses erfreuliche Treiben der Schützengilden und wurde erst im 19. Jahrhundert wiederbelebt, als im thüringischen Gotha der deutsche Schützenbund gegründet wurde.
Doch nun zum Jubiläum:
1903, im Gründungsjahr, gelang den Brüdern Wilbur und Oliver Wright im amerikanischen Kitty Hawk der erste kontrollierte Motorflug, Henry Ford gründete seine Ford Motor-Company
und in Paris wurde die erste Tour de France gestartet.
In Deutschland gründete Emil Rathenau die Firma AEG-Telefunken und Oskar von Miller gründete in München das deutsche Museum.
Im selben geschichtsträchtigen Jahr saß der damalige „Rauch- und Skatclub“ zusammen und gründete den Schützenverein Waldau.
Zu den Gründungsmitgliedern gehörten, so weit recherchierbar,
Wilhelm Dauber, Heinrich Gobel, Heinrich Kraft, August Seitz, Ludwig Sinning, Karl Sturm, Philipp Werner und Christian Siebrecht, der auch gleich zum 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt wurde.
Vereinsheim und Schießstand waren der Gasthof „Jägerhof Waldau“ in Waldau.
Am 17.03.1903 fand das erste Schiessen mit 4 Teilnehmern auf dem Schiesstand in der 1. Etage statt.
Geschossen wurde mit Zimmerstutzen auf 12er-Scheibe. 10 Schuss aufgelegt.
Auch damals wurden schon beachtliche Ergebnisse erzielt.
Christian Siebrecht belegte mit 108 Ringen den 1. Platz.
Heinrich Kraft mit 102 Ringen den 2. Platz.
Karl Sturm erzielte 97 und Philipp Werner 94 Ringe.
1907 wurde dann die heute noch vorhandene und in Gebrauch befindliche Vereinsfahne angeschafft die Sie heute hier im Saal auch betrachten können.
Bis zum Beginn des 1. Weltkrieges bleibt Christian Siebrecht der 1. Vorsitzende. Durch den 1. Weltkrieg der bis zum 11.11.1918 andauerte wurde das Vereinsleben jedoch jäh unterbrochen.
Glücklicherweise konnte nach Kriegsende das Vereinsleben wieder aufgenommen werden und 10 Jahre später, am 27.05.1928 wurde das 25-jährige Bestehen des Vereins gefeiert.
1929 wurde unserem Verein von dem Großbauern Wilhelm Fuhrmann das Grundstück geschenkt auf dem sich auch heute noch unser Schützenhaus befindet.
In diesem Jahr wurde auch das erste Vereinsheim errichtet, das jedoch mehr einer Scheune mit 5 Schießfenstern als einem Schützenhaus glich.
Auf den Fünf Ständen konnte seinerzeit mit Klein- und Großkaliber auf 50m und un 100 m geschossen werden. Für das Großkaliber wurden 98er Karabiner verwendet. Die Munition wurde wiedergeladen.
Am 01.09.1939 brach dann der 2. Weltkrieg aus. Ein letztes Schießen wurde am 26.10.1940 mit 9 Teilnehmern durchgeführt. Danach wurde der Schiessbetrieb eingestellt. Der Verein wurde aufgrund einer Verfügung aufgelöst, das Schießplatzgelände beschlagnahmt und ohne Wissen des Vereins verkauft.
Nach Kriegsende wurde das Vereinsheim, aufgrund der Mangelsituation in der Bevölkerung, total zerlegt. Fenster, Türen, Dachziegel ja sogar das Mauerwerk. Alles was man zum Wiederaufbau des eigenen Heimes gebrauchen konnte wurde mitgenommen.
Das einzige was noch übrig war, waren die „Plumps-Klo´s“.
Den Rest besorgten die Amerikaner, welche die Schutzwälle, die Kugelfang-Deckung und die Anzeigergräben dem Erboden gleichmachten.
Doch es ging wieder aufwärts:
Am 18.08.1951, 08.00 Uhr abends:
Ich zitiere:
Nach dem Artikel in der Kasseler Zeitung vom 20.07.1951 Nr. 192, 5. Jahrgang wurde veröffentlicht, dass Schützenvereine wieder gegründet werden dürfen und ein Zusammenschluss der Vereine in einem Hess. Schützenverband freigegeben ist.
Aufgrund dessen haben sich heute die ehemaligen Mitglieder des Schützenvereins zusammengefunden und die Wiedergründung vollzogen!!
56 Mitglieder hatten unterschrieben. Neuer 1. Vorsitzender wurde Julius Winkler.
Schießstand war nun wieder das Schützenzimmer im Gasthof Jägerhof.
2 Jahre später wurde das 50-jährige Bestehen groß gefeiert.
Besonders vermerkt wurden die Opferfreudigkeit und der hohe
Einsatz der Mitglieder.
Die Veranstaltung dauerte 3 Tage über Pfingsten!!!!! Es gab. einen Festzug mit vielen teilnehmenden Vereinen aus Kassel.
Am 06.03.1958 konnte das Vereinsgrundstück zurückgekauft werden und am 14.01.1961 war der Rohbau des neuen Vereinsheims fertig.
Nach 3-jähriger Bauzeit am 22.09.1962 konnte das Vereinsheim mit KK-Schießstand eingeweiht werden.
1970 wurde dann noch der Pistolenschießstand in Betrieb genommen.
In den nächsten 30 Jahren erlebte unser Verein Höhen und Tiefen, hat sich jedoch ständig weiterentwickelt und konnte beachtliche Sportliche Erfolge erzielen.
In den Jahren nach der Wiedergründung war es bestimmt nicht immer ganz leicht Außenstehende davon zu überzeugen, dass es nicht primäres Ziel eines Schützenvereines ist, den Umgang mit Waffen zu fördern. Davon hatten die Menschen angesichts der nicht lange zurückliegenden Kriegsjahre auch die „Nase voll“.
Mit den Jahren erkannten aber auch diejenigen, die unserer Gemeinschaft zunächst ablehnend gegenüberstanden, dass es vielmehr um das Miteinander und ein geselliges Vereinsleben geht und dass das trainieren von Fähigkeiten wie Konzentration und Teamgeist durchaus lohnende Ziele sind.
So wuchs die Anzahl unserer Mitglieder auf mittlerweile 152.
Leider haben es aber die schrecklichen Ereignisse von Erfurt nun wieder schwer gemacht neue Mitglieder, vor allem sind hier Jugendliche zu nennen, zu gewinnen.
Durch Erfurt wurden auch einige Weichenstellungen im neuen Waffenrecht zunichte gemacht, die für das sportliche Schiessen wichtig gewesen wären. Vorrangig war hier die Herabsetzung der Altersgrenze für Luftdruckwaffen auf 10 Jahre geplant. Dies ist nun hinfällig.
Nichtsdestotrotz haben sich die Vereine vor dem Hintergrund der schrecklichen Ereignisse hiermit abgefunden und tragen die neuen rechtlichen Regelungen mit.
Leider werden wir trotzdem immer wieder von Presse, Funk und Fernsehen, oftmals mit Argumenten „aus dem hohlen Bauch heraus“, das heißt ohne Sachkenntnis, vorverurteilt und unter Generalverdacht gestellt.
Die Durchführung des Schießsports als Leistungs- und Breitensport muss in einer freiheitlichen Gesellschaft wie der Bundesrepublik Deutschland , mit seiner 800-jährigen Schützentradition weiterhin möglich sein, sonst gehören Erfolge wie z. B. von den Nachwuchsschützen des Nordhessenteams bald der Vergangenheit an, da kein Nachwuchs mehr verantwortlich im Umgang mit Waffen ausgebildet und trainiert werden kann.
Liebe Mitglieder und Freunde, genug nun der vielen Worte meinerseits. Ich wünsche mir, dass dies heute eine schöner und geselliger Abend wird.
Es bleibt mir an dieser Stelle nur noch die Bitte, dass Ihr unserem Verein auch in Zukunft die Treue halten werdet.
Da ich es mit Mark Twain halten möchte, der gesagt hat:“Eine Gute Rede hat einen guten Anfang und ein Gutes Ende – und beides sollte möglichst dicht beieinander liegen.“ will ich uns allen weiterhin, auch außerhalb des Vereins, viel Erfolg im Leben und vor allen Dingen Gesundheit wünschen.
Ich danke Ihnen!
![]()